Tankblick

Bedienungsanleitung

Für Tankblick 1.0

Die App hat drei Bildschirme, erreichbar über die Leiste am unteren Rand: Übersicht, Verlauf und Einstellungen. Neue Einträge legt der runde Knopf mit dem Pluszeichen an.

Der Anfang

  1. Heutigen Stand peilen. Peilstab in den Tank, ablesen, in der App auf Ersten Eintrag anlegen tippen und die Zentimeter eintragen. Ab diesem Moment zeigt die Übersicht, wie viele Liter im Tank stehen.
  2. Tankform einstellen. Ohne Angaben rechnet die App mit einem festen Wert von 30,3 Litern je Zentimeter. Das ist nur ein Startwert — unter Einstellungen → Tank die eigene Form und die eigenen Maße eintragen.
  3. Vergangene Lieferungen nachtragen, soweit Menge und Datum noch bekannt sind. Jede Lieferung mit einer Messung davor macht die Verbrauchsrechnung genauer.
  4. In ein paar Wochen erneut peilen. Erst der Abstand zwischen zwei Messungen ergibt einen Verbrauch — und damit die Prognose, wann die Reserve erreicht ist.

Wer bereits eine Liste führt, muss nichts abtippen: unter Einstellungen → Daten lässt sich eine CSV-Datei einlesen. Das Format steht weiter unten bei Daten sichern.

Eine Messung erfassen

Pluszeichen antippen, Messung auswählen, Datum prüfen und den gepeilten Stand in Zentimetern eintragen. Komma oder Punkt sind beide erlaubt. Das Notizfeld ist frei — dort passt zum Beispiel „Heizung eingeschaltet“ hinein.

Das Datum lässt sich zurückstellen, um ältere Messungen nachzutragen. Die Reihenfolge der Eingabe spielt keine Rolle; die App sortiert nach Datum.

Eine Lieferung erfassen

Pluszeichen antippen, oben auf Lieferung umschalten. Pflicht ist nur die gelieferte Menge in Litern.

Gepeilter Stand Optional. Wenn nach dem Befüllen gepeilt wurde, hier eintragen — das macht die Kontrolle der Tankmaße genauer. Ohne Angabe rechnet die App den Bestand aus der Liefermenge weiter.
Menge Pflicht. Ohne Menge ließe sich der Verbrauch über die Lieferung hinweg nicht bestimmen, und der ganze Zeitraum fiele aus der Statistik.
Rechnungsbetrag Optional. Daraus entstehen der mittlere Literpreis und die Jahres- und Monatskosten auf der Übersicht.

Die Übersicht lesen

Im Tank

Die große Zahl ist der Bestand in Litern, rechts daneben der zugehörige Stand in Zentimetern. Der Balken zeigt den Anteil am Gesamtinhalt — als Volumen gerechnet, nicht als Höhe. Darunter steht, wie viel davon bis zur Reserve nutzbar ist.

Die letzte Zeile sagt, woher die Zahl kommt:

Reserve erreicht

Der Tag, an dem der Stand die eingestellte Reserve erreicht — nicht der Tag mit rechnerisch null Litern. Unterhalb der Reserve zieht das Saugrohr Luft, deshalb ist das der Termin, der zählt.

Steht dort Noch offen, fehlt der Verbrauch: dafür braucht es eine zweite Messung. Nicht absehbar heißt, dass der Vorrat beim derzeitigen Verbrauch länger als zehn Jahre reicht.

Verlauf

Die Kurve zeigt den Füllstand über die Zeit. Grüne Punkte sind Lieferungen, die gestrichelte Linie ist die Prognose, die rote Linie die Reserve. Über die Schalter 1 J, 3 J und alle lässt sich der Zeitraum wechseln.

Verbrauch

Sommer- und Winterrate in Litern je Tag sowie der Jahresverbrauch. Die Zeile darunter nennt, aus wie vielen Zeiträumen geschätzt wurde und das Bestimmtheitsmaß: 1,00 wäre eine perfekte Übereinstimmung mit den eigenen Daten, Werte um 0,9 sind gut.

Stehen Sommer und Winter auf demselben Wert, konnte die App die Saisons noch nicht trennen — dafür braucht es Zeiträume aus beiden Jahreszeiten.

Kosten

Erscheint, sobald mindestens eine Lieferung einen Rechnungsbetrag hat. Der mittlere Literpreis ist der Durchschnitt aller erfassten Lieferungen — er sagt nichts über den heutigen Marktpreis.

Fehlende Lieferung

Ist der Stand zwischen zwei Messungen gestiegen, ohne dass eine Lieferung erfasst wurde, weist die App darauf hin. Ohne diesen Hinweis verschwände die Menge stillschweigend aus der Verbrauchsrechnung und der Verbrauch erschiene zu niedrig.

Verlauf

Alle Einträge in zeitlicher Reihenfolge, der neueste oben. Unter jedem Eintrag steht, wie viel seit dem vorherigen verbraucht wurde und wie viele Tage dazwischen lagen. Lieferungen sind grün hervorgehoben und zeigen Menge, Betrag und den Preis je Liter.

Ein Tippen auf einen Eintrag öffnet ihn zum Bearbeiten, das Papierkorbsymbol löscht ihn.

Tank einstellen

Unter Einstellungen → Tank wird die Form gewählt. Je nach Form erscheinen die passenden Maße.

Fester WertLiter je Zentimeter und Höhe
BatterietankBreite, Tiefe, Gesamthöhe, Rundung unten, Rundung oben, Anzahl
Liegender ZylinderDurchmesser, Länge, Anzahl
Stehender ZylinderDurchmesser, Höhe, Anzahl
RechteckigBreite, Tiefe, Höhe, Anzahl

Alle Maße sind Innenmaße. Ein Maßband misst außen; bei dickwandigen Kunststoffbehältern macht das mehrere Prozent aus.

Reserve

Der Stand, unterhalb dessen das Saugrohr Luft zieht — meist wenige Zentimeter. Die Prognose zielt auf diesen Wert.

Kontrolle über die Liefermengen

Unter den Feldern steht, was der Tank laut Maßen fasst. Sobald mindestens drei Lieferungen mit einer Messung kurz davor vorliegen, vergleicht die App die gelieferten Mengen mit dem, was rechnerisch hineingepasst hätte, und meldet die Abweichung. Weicht sie deutlich ab, lässt sich der berechnete Wert per Knopfdruck übernehmen.

Diese Kontrolle ist die ehrlichste Prüfung der eigenen Angaben: das Maßband misst außen, gerechnet wird innen — die Liefermengen aber lügen nicht.

Monate ohne Heizbetrieb

Hier wird festgelegt, welche Monate als Sommer gelten. Aus dieser Aufteilung entstehen die getrennten Verbrauchsraten. Voreingestellt ist Mai bis Oktober; wer früher oder später heizt, passt das an. Die Angabe wirkt rückwirkend auf die gesamte Auswertung.

Ans Peilen erinnern

Ist der Schalter an, meldet sich die App, wenn längere Zeit nicht gemessen wurde. Beim Einschalten fragt Android nach der Erlaubnis für Benachrichtigungen. Wird sie abgelehnt, bleibt der Schalter aus und die App sagt, wie sich das in den Android-Einstellungen nachholen lässt.

Der Sinn dahinter: Ohne frische Messung ist der angezeigte Stand gerechnet und die Prognose nur so gut wie die Schätzung.

Daten sichern, einlesen und löschen

Sichern

Sichern (CSV exportieren) schreibt alle Einträge in eine CSV-Datei. Der Speicherort wird im Systemdialog von Android gewählt — Gerät, SD-Karte oder Cloud-Ordner. Der Dateiname enthält das Tagesdatum, damit eine ältere Sicherung nicht überschrieben wird.

Einlesen

Hinzufügen hängt den Inhalt einer Datei an den vorhandenen Bestand an. Ersetzen verwirft den bisherigen Bestand und übernimmt nur die Datei — davor fragt die App nach.

Das Dateiformat

Semikolon als Trennzeichen, Komma als Dezimaltrenner, eine Zeile je Eintrag. Die erste Zeile enthält die Spaltennamen:

typ;datum;cm;liter;preis_eur;notiz
messung;2026-01-18;46;;;
lieferung;2026-01-22;112,6;2000;1627,68;Winterbestellung

Zahlen dürfen Komma oder Punkt als Dezimaltrenner verwenden. Leere Felder bleiben einfach leer, die Semikolons müssen aber stehen bleiben.

Alles löschen

Entfernt sämtliche Messungen und Lieferungen nach einer Rückfrage. Die Tankeinstellungen bleiben erhalten. Rückgängig machen lässt sich das nicht — vorher sichern.

Häufige Fragen

Warum steht bei „Reserve erreicht“ nichts?

Weil noch kein Verbrauch bekannt ist. Der ergibt sich aus dem Abstand zwischen zwei Messungen — nach der zweiten Peilung erscheint der Termin.

Warum ist der angezeigte Stand höher als meine letzte Messung?

Dann wurde nach der Messung eine Lieferung erfasst. Die Zeile unter dem Balken weist das aus: „… danach x l geliefert“.

Die Liefermenge passt nicht zum Anstieg im Tank.

Das ist normal, solange die Tankmaße nicht genau stimmen — und genau dafür gibt es die Kontrolle in den Tankeinstellungen. Weicht der Wert dauerhaft stark ab, sind meist Außenmaße statt Innenmaße eingetragen.

Sommer- und Winterrate sind identisch.

Dann reichen die Daten noch nicht, um die Saisons zu trennen; die App weicht auf eine gemeinsame Rate aus. Das legt sich, sobald Zeiträume aus Sommer und Winter vorliegen.

Kann ich die App auf einem zweiten Gerät nutzen?

Es gibt keine Synchronisierung — die App hat bewusst keinen Internetzugriff. Der Weg führt über den CSV-Export und den Import auf dem anderen Gerät.

Was passiert bei einem Gerätewechsel?

Ist die Android-Datensicherung eingeschaltet, überträgt Android die Daten mit ins neue Gerät. Verlässlicher ist eine eigene CSV-Sicherung.

Etwas unklar geblieben? Kontaktformular auf labority.de.